Stammabo
Zahlung und Abrechnung

Wiederkehrende Zahlungen: die Wege im Überblick

Wie Kunden regelmäßig zahlen können, und die eine Frage, an der sich die Wege unterscheiden. Am Beispiel einer Nachhilfelehrerin.

Stammabo RW GmbHGeprüft am 8 Minuten

Kurz gesagt

Wiederkehrende Zahlungen kommen bar, per Überweisung nach Rechnung, per Dauerauftrag, als Einzug vom Konto mit Mandat oder als Abbuchung über hinterlegte Zahlungsdaten. Der wichtigste Unterschied ist, wer die Zahlung auslöst. Löst der Kunde sie aus, hängt jeder Monat an seinem Gedächtnis, und du merkst einen Ausfall erst am Kontoauszug. Löst der Betrieb sie aus, kommt das Geld von selbst, und ein Ausfall fällt sofort auf. Für einen festen Monatsbeitrag passt deshalb die Abbuchung am besten.

Fünfzehn Schüler und eine Keksdose

In einer Kleinstadt gibt eine Lehrerin Nachhilfe in Latein und Französisch, im ausgebauten Dachzimmer über einer Trafik. Sie hat 15 Schüler, einen langen Tisch, ein Regal voller Wörterbücher und darin eine Keksdose für die Kuverts. Seit zwei Jahren zahlen die Eltern einen festen Monatsbeitrag statt einzelner Stunden. Wie sie zahlen, hat sie ihnen damals überlassen. Fünf Familien geben dem Kind am Monatsanfang ein Kuvert mit, sechs überweisen, sobald die Rechnung kommt, und vier haben einen Dauerauftrag eingerichtet.

Am Jahresende fehlt ihr kaum Geld. Ihr fehlt der Sonntagabend. Da sitzt sie mit dem Kontoauszug, der Dose und einer Tabelle und hakt ab, wer für den Monat gezahlt hat. Zwei oder drei Namen bleiben jedes Mal offen, und bei denen weiß sie nicht, ob das Kuvert noch in einer Schultasche steckt oder ob die Überweisung vergessen wurde.

An ihr lassen sich die Wege gut vergleichen, weil sie drei davon nebeneinander hat und die übrigen zwei gerade prüft.

Welche Wege gibt es für wiederkehrende Zahlungen

Die Wege, die du am Markt findest, unterscheiden sich weniger in der Technik als in der Frage, wer jeden Monat etwas tun muss.

WegWer die Zahlung auslöstWann du einen Ausfall merkstWenn sich der Betrag ändert
Barder Kunde, jedes Malwenn das Kuvert fehltsagst du es an und hoffst, dass es ankommt
Überweisung nach Rechnungder Kunde, jedes Malbeim Abgleich mit dem Kontoauszugsteht es auf der nächsten Rechnung
Dauerauftragdie Bank des Kunden, in seinem Auftragbeim Abgleich mit dem Kontoauszugmuss jeder Kunde ihn selbst ändern
Einzug vom Konto mit Mandatder BetriebTage später, wenn die Bank den Betrag zurückgibtziehst du den neuen Betrag ein
Abbuchung über hinterlegte Zahlungsdatender Betriebam Tag der Abbuchungänderst du ihn im Tarif

Die zweite Spalte erklärt fast alles, was danach kommt. Bei den ersten drei Wegen liegt der Monat beim Kunden, bei den letzten zwei bei dir. Was du deinen Kunden bei einer Preisänderung sagen musst, ist eine andere Frage und bleibt bei jedem Weg dieselbe.

Was kostet Barzahlung, wenn sie doch gratis ist

Bar ist für die Eltern das Einfachste, und für Beträge, die jedes Mal anders ausfallen, bleibt es ein guter Weg. Bei einem festen Monatsbeitrag zeigt es seine Schwächen. Das Kuvert hängt an einem Kind, das daran denken soll. Es kommt am Dritten oder am Zwölften, einmal fehlt ein Zehner, und die Lehrerin muss jede Zahlung selbst aufschreiben, sonst weiß sie im März nicht mehr, ob der Jänner bezahlt war.

Am unangenehmsten ist das Nachfragen. Bei einer Überweisung schreibt sie der Mutter. Beim Kuvert sitzt ihr ein Vierzehnjähriger gegenüber, der wegen Latein da ist und jetzt gefragt wird, wo das Geld bleibt. Eine der fünf Familien zahlt den Tarif „Wöchentlich“, das sind 189 € im Monat in Scheinen, die ein Kind durch den Schultag trägt.

Gebühren fallen bei Barzahlung keine an, dafür kostet sie Zeit und Gespräche, die niemand führen will.

Wann reicht die Überweisung nach Rechnung

Die Überweisung ist sauber. Es gibt einen Beleg, das Geld liegt am Konto, und niemand trägt Scheine herum. Sie verlangt aber jeden Monat zwei Handgriffe von dir und einen vom Kunden: Rechnung schreiben, Zahlung zuordnen, und dazwischen muss jemand daran denken, sie zu überweisen.

Das Zuordnen kostet mehr, als man glaubt. Auf dem Kontoauszug steht der Name der Großmutter, die heuer die Nachhilfe zahlt, oder nur „Nachhilfe Okt“. Bei sechs Familien geht das noch aus dem Kopf. Bei dreißig brauchst du eine Liste, und die Liste braucht Pflege.

Für alles, was selten kommt, ist die Überweisung trotzdem richtig. Ein Jahresbeitrag, eine Schlussrechnung, ein Firmenkunde, dessen Buchhaltung ohnehin nur nach Rechnung zahlt: Einmal im Jahr abgleichen ist keine Arbeit. Wie der Rhythmus zur Leistung passt, steht im Text Monatlich, vierteljährlich oder jährlich abbuchen.

Warum der Dauerauftrag bequem aussieht und trotzdem hakt

Den Dauerauftrag richtet der Kunde bei seiner Bank ein, und die Bank überweist danach jeden Monat denselben Betrag. Für die Eltern ist das bequem, es kostet niemanden etwas, und das Geld kommt pünktlich. Die vier Familien mit Dauerauftrag sind die, an die die Lehrerin am Sonntagabend am wenigsten denkt.

Bis sich etwas ändert. Im vorigen September ist einer der vier Schüler vom Tarif „Begleitung“ auf „Wöchentlich“ gewechselt, weil die Schularbeiten dichter wurden. Der Dauerauftrag lief mit 99 € weiter. Aufgefallen ist es im November, beim dritten Kontoauszug, und dann musste sie für drei Monate den Unterschied nachverlangen. Die Mutter hat gezahlt und sich entschuldigt. Angenehm war es für keine der beiden.

Für einen Beitrag, der sich ändern kann, würden wir keinen Dauerauftrag nehmen.

Der Grund liegt in der Bauart. Am Dauerauftrag bist du nicht beteiligt. Der Kunde kann ihn löschen, im Sommer aussetzen oder auf dem alten Betrag stehen lassen, und du erfährst es erst, wenn du nachsiehst. Jede Preisänderung und jeder Tarifwechsel wird zu einer Bitte an jeden einzelnen Kunden.

Was unterscheidet den Einzug vom Konto von hinterlegten Zahlungsdaten

Bei beiden Wegen dreht sich die Richtung um: Der Kunde stimmt einmal zu, und danach löst der Betrieb jede Zahlung aus.

Beim Einzug vom Konto unterschreibt der Kunde ein Mandat, und der Betrieb holt den Betrag von dessen Girokonto. Große Vereine, Fitnessstudios und Versicherungen arbeiten so. Ein kleiner Betrieb braucht dafür eine Vereinbarung mit seiner Bank oder einem Zahlungsanbieter und muss die Mandate aufbewahren. Ist das Konto nicht gedeckt, kommt der Betrag erst Tage später zurück, oft mit Spesen. Der Kunde kann eine solche Abbuchung außerdem eine Zeit lang über seine Bank zurückholen.

Bei hinterlegten Zahlungsdaten gibt der Kunde seine Daten einmal auf einer Bezahlseite ein, meist die einer Karte, und ein Zahlungsanbieter bucht im vereinbarten Rhythmus ab. Du siehst am selben Tag, ob die Zahlung gelungen ist. Dafür kostet jede Zahlung eine Gebühr, und Karten laufen ab oder werden getauscht. Was dann zu tun ist, beschreibt der Text Geplatzte Abbuchung: was der Betrieb tun kann.

Frag vor dem Start genau nach, welche Zahlungsarten deine Kunden bei einem Anbieter wirklich zur Auswahl haben. Kaum ein System bietet alle Wege aus der Tabelle an, und eine Reihe von Logos auf einer Website sagt darüber wenig.

Woran erkennst du den passenden Weg

Die Lehrerin ist ihre Liste mit ein paar Fragen durchgegangen, und sie taugen für jeden Betrieb.

Ist der Betrag jeden Monat gleich? Dann spricht alles für einen Weg, bei dem du auslöst. Schwankt er, weil du nach Stunden oder Stück verrechnest, bleibt die Rechnung mit Überweisung oder die Zahlung vor Ort.

Wie oft wird gezahlt? Einmal im Jahr verträgt fast jeden Weg. Zwölfmal im Jahr verträgt keinen, bei dem zwölfmal jemand an etwas denken muss.

Wie viele Kunden sind es? Unter zehn hakst du in fünf Minuten ab. Mit 15 ist es ein Abend im Monat, und mit jedem weiteren Schüler wird er länger.

Und wie oft ändert sich etwas? Wer Tarife hat, zwischen denen Kunden wechseln, wer im Sommer pausieren lässt oder den Preis jedes Jahr anpasst, wird mit dem Dauerauftrag nicht froh.

Was heißt das für fünfzehn Schüler

Würden alle Familien umsteigen, sähe der Monat der Lehrerin so aus:

Beispiel mit 15 Mitgliedern. Der Anteil ist je Abbuchung gerechnet.
TarifMitgliederBeitragim Monat
Begleitung499 € im Monat396,00 €
Wöchentlich8189 € im Monat1.512,00 €
Intensiv3359 € im Monat1.077,00 €
Beiträge im Monat2.985,00 €
Anteil von Stammabo (5 % + 20 % USt), inklusive USt− 179,10 €
Bleibt dir, vor den Gebühren von Stripe2.805,90 €

Die 2.985,00 € kämen dann ohne Dose und ohne Tabelle. Die Abbuchung kostet einen Anteil, das zeigt die Rechnung, und den hat sie beim Kuvert nicht. Dagegen steht der Abend im Monat, das Nachfragen beim Kind und der Dauerauftrag, der drei Monate lang den falschen Betrag überwiesen hat.

Ob das für dich aufgeht, misst du an deiner eigenen Zeit. Schreib einen Monat lang mit, wie lange du mit Abhaken, Zuordnen und Erinnern verbringst. Die meisten sind überrascht, weil sich die Arbeit auf viele kleine Momente verteilt.

Müssen alle Kunden gleich zahlen

Alle fünfzehn steigen fast nie um, und das muss auch nicht sein. Eine Familie, die seit Jahren pünktlich bar zahlt und dabei bleiben will, kostet dich wenig. Sie auf einen neuen Weg zu drängen, würden wir lassen, solange sie in derselben Liste steht wie alle anderen. Wie das geht, beschreibt der Text Bar- und Überweisungszahler neben dem automatischen Abo führen.

Die Lehrerin hat sich für den leisen Weg entschieden. Neue Schüler beginnen ab jetzt mit der Abbuchung, das sagt sie beim Erstgespräch in einem Satz, und bisher hat niemand nachgefragt. Die bestehenden Familien fragt sie einzeln, wenn ohnehin etwas ansteht: beim Tarifwechsel, zu Schulbeginn, oder wenn wieder ein Kuvert gefehlt hat. Mit den Dauerauftrag-Familien redet sie zuerst, weil dort der nächste Tarifwechsel sonst wieder drei Monate unbemerkt bleibt. Mehr zum richtigen Moment steht im Text Bestehende Kunden auf ein Abo umstellen.

So geht das mit Stammabo

Stammabo führt keinen Stundenplan und schlägt keine Termine vor. Es macht den Geldweg: Beitrag einziehen, Freimenge zählen, Rechnung erstellen, offene Zahlungen melden. Deinen Kalender behältst du, egal welchen.

0 € Einrichtung, keine Grundgebühr. 5 % + 20 % USt auf Beiträge, Aufnahmegebühren, einmalige Posten und Guthabenkäufe, höchstens 249 € + 20 % USt im Monat.

Nachhilfe als Monatsabo abrechnen

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Dauerauftrag und Abbuchung?

Beim Dauerauftrag beauftragt der Kunde seine Bank, regelmäßig einen festen Betrag zu überweisen, und nur er kann ihn ändern oder löschen. Bei einer Abbuchung löst der Betrieb die Zahlung aus, nachdem der Kunde einmal zugestimmt und seine Zahlungsdaten hinterlegt hat. Ein Ausfall fällt bei der Abbuchung am selben Tag auf, beim Dauerauftrag erst am Kontoauszug.

Welcher Zahlungsweg passt für einen Monatsbeitrag?

Für einen festen Monatsbeitrag passt am besten ein Weg, bei dem der Betrieb die Zahlung auslöst. Der Kunde muss dann nur einmal etwas tun, der Betrag lässt sich bei einem Tarifwechsel anpassen, und eine fehlende Zahlung fällt sofort auf. Überweisung und Dauerauftrag eignen sich eher für Beträge, die selten kommen und sich nicht ändern.

Wie zahlt ein Kunde, wenn der Beitrag über ein Abosystem abgebucht wird?

Der Kunde wählt auf der Abo-Seite des Betriebs einen Tarif und hinterlegt dort einmal seine Zahlungsdaten. Danach wird im Rhythmus des Tarifs abgebucht, und das Geld geht direkt auf das Stripe-Konto des Betriebs, es läuft nicht über die Plattform. Ein Einzug vom Girokonto mit Mandat wird derzeit nicht angeboten.

Kann ich Barzahler und automatische Zahler nebeneinander haben?

Barzahler und automatische Zahler lassen sich nebeneinander führen, am besten in einer gemeinsamen Liste. Wer bar oder per Überweisung zahlt, bleibt Kunde wie alle anderen, nur hältst du bei ihm selbst fest, ob bezahlt ist. Viele Betriebe lassen bestehende Kunden bei ihrem Weg und beginnen nur mit neuen gleich bei der Abbuchung.

Die Tarife und Zahlen in diesem Text sind ein Beispiel für eine Nachhilfelehrerin mit 15 Schülern und keine Richtpreise. Der Text enthält keine Rechts- und keine Steuerauskunft. Welche Zahlungsarten ein Anbieter tatsächlich anbietet und was du mit deinen Kunden zur Zahlung vereinbaren darfst, klärst du vor dem Start.

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Woher die Zahlen kommenBeispielbetrieb mit 15 Mitgliedern, dieselben Annahmen wie auf der Seite Nachhilfe als Monatsabo abrechnen.

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