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Grundlagen

Saison-Abo: Abos, die im Herbst enden

Ein Abo nur für die Monate, in denen du offen hast. Bauformen, Einsteiger im Sommer und das Ende im Herbst.

Stammabo RW GmbHGeprüft am 7 Minuten

Kurz gesagt

Ein Saison-Abo läuft nur in den Monaten, in denen du offen hast, und endet am Saisonende. Du wählst zwischen einem Beitrag je Saisonmonat und einem Betrag für die ganze Saison. Wer mitten in der Saison einsteigt, zahlt am besten anteilig, das ist leichter zu erklären als der volle Preis. Eine Verlängerung, von der der Gast vor dem Start nichts erfahren hat, würden wir nicht anlegen.

Eine Buschenschank im April

Eine Buschenschank hat von Mai bis September offen. Im April stehen die Bänke noch im Stadl, die Schank ist abgedeckt, und die Betreiberin überlegt, wie sie ihre Stammgäste für den Sommer bindet. Sie hat an ein Abo mit monatlichem Beitrag gedacht und es nach einer Rechnung wieder verworfen. Ein solches Abo liefe im Oktober weiter, und im November und im Jänner, bis in den April. Sieben Monate, in denen die Gäste für eine geschlossene Buschenschank zahlen.

Einige Gäste würden kündigen, einige ließen es laufen und ärgerten sich. Andere riefen ihre Bank an und fragten, wofür im Jänner abgebucht wird. Ein Abo, das durch den Winter läuft, obwohl niemand etwas bekommt, überrascht den Gast bei jeder Abbuchung. Deshalb entscheidet sie sich für ein Saison-Abo.

Was ein Saison-Abo ist

Ein Saison-Abo hat einen ersten und einen letzten Monat, und dazwischen läuft es. Davor und danach wird nichts gezahlt, nichts abgebucht und nichts versprochen. Die Saison darf über den Jahreswechsel gehen, etwa von Dezember bis März bei einem Eislaufplatz.

Das passt für alles, was nur einen Teil des Jahres etwas bietet: Buschenschenken, Bäder, Tennis- und Eislaufplätze, Schischulen, Campingplätze, Gastgärten. Auch Kurse mit Anfang und Ende gehören dazu, wie ein Welpenkurs im März und April. Wer daraus ein laufendes Abo macht, erzeugt Rückbuchungen, weil der Kunde im Mai nicht mehr weiß, wofür er zahlt.

Monatlich oder einmal je Saison

Wie der Gast zahlt, ist die wichtigste Entscheidung. Es gibt zwei Wege, und sie unterscheiden sich im Gefühl mehr als im Geld.

FormWie gezahlt wirdWann es endetPasst für
Monatlich in der Saisonein Beitrag je Saisonmonatam letzten Tag der SaisonGäste, die ungern auf einmal zahlen
Einmal je Saisonein Betrag zum Saisonstartmit der Saison, oder es verlängert sichStammgäste, die ohnehin wiederkommen

Beim monatlichen Beitrag endet die Mitgliedschaft am letzten Tag der Saison, ohne dass jemand kündigen muss. Das ist der größte Vorteil. Der Gast muss an nichts denken, die Betreiberin muss nichts nachfragen, und im Winter steht kein Abo auf der Liste, das niemand mehr will.

Beim Betrag für die ganze Saison kommt das Geld früh. Hier legt die Betreiberin fest, ob das Abo mit der Saison endet oder sich zum nächsten Start verlängert. Verlängern ist bequem für beide, aber nur ehrlich, wenn der Gast es vorher klar gesagt bekommen hat. Was bei einer Verlängerung rechtlich zu beachten ist, klärst du vorher mit deiner Interessenvertretung.

Wie viele Monate zählen

Gerechnet wird in ganzen Kalendermonaten. Die Saison beginnt am Monatsersten und endet am Monatsletzten. Das lässt sich einem Gast in einem Satz sagen und im Kalender mit einem Blick nachprüfen.

BetriebSaisonMonate
BuschenschankMai bis Septemberfünf
GastgartenApril bis Oktobersieben
BadJuni bis Augustdrei
EislaufplatzDezember bis Märzvier
WelpenkursMärz und Aprilzwei

Der Saisonpreis ergibt sich aus dem Beitrag je Monat mal der Zahl der Monate. An dieser Stelle wird gern zu großzügig gerechnet: Wer den Jahresbeitrag eines Betriebs mit ganzjährigen Einnahmen durch zwölf teilt und mit fünf malnimmt, verkauft die Saison zu billig, wenn seine Kosten das ganze Jahr weiterlaufen. Eine Buschenschank hat im Winter keine Einnahmen, aber Fixkosten. Rechne vom Bedarf der Saison aus und nicht vom Zwölftel. Schreib dafür auf, was die fünf Monate kosten: Wareneinkauf, Personal, Miete der Bänke, und was du im Winter an Fixkosten weiter zahlst.

Vor dem Start verkaufen

Die beste Zeit für ein Saison-Abo liegt vor der Saison. Im April, wenn die Gäste Lust auf den Sommer haben und die Betreiberin noch nichts zu tun hat, sagen mehr Stammgäste Ja als im Juli an der Schank. Zahlen müssen sie erst zum Start. Die Betreiberin weiß aber schon im April, mit wie vielen Zusagen sie rechnen kann, und richtet Einkauf, Personal und Öffnungstage danach aus. Der Zeitpunkt ist also eine Frage der Rechnung und erst danach eine der Stimmung.

Wer mitten in der Saison einsteigt

Im Juli kommt jemand und will dabei sein. Er zahlt anteilig, nur für die Monate, die noch fehlen, oder die ganze Saison, auch wenn zwei Monate vorbei sind. Ob ein Einsteiger anteilig oder voll zahlt, entscheidest du. Leichter zu erklären ist der anteilige Preis für die restlichen Monate. Der Gast sieht, dass er für das zahlt, was er bekommt, und sagt eher Ja. Den vollen Preis würden wir nur verlangen, wenn der Zugang ohnehin das Einzige ist, was zählt, und der Gast beim Zahlen weiß, dass er die ersten Monate versäumt hat.

Wer schon im April für die Saison zusagt, zahlt erst zum Start im Mai. Sonst bezahlt er einen Monat, in dem noch nichts passiert.

Verlängern oder neu einladen

Im Oktober hat die Betreiberin zwei Möglichkeiten: Das Abo verlängert sich, oder sie lädt ihre Stammgäste im Frühjahr neu ein.

Eine Verlängerung, von der der Gast vor dem Start nichts erfahren hat, würden wir nicht anlegen.

Wer sieben Monate nichts von der Buschenschank gehört hat und dann abgebucht wird, ist überrascht. Die Folge sind Rückbuchungen. Bei der Zahlung zum Saisonstart ist die Verlängerung eine echte Wahl, wenn sie vor dem Start angekündigt ist und die Gäste sie kennen.

Die Einladung im Frühjahr ist die einfachere Lösung. Die Betreiberin schreibt ihren Ehemaligen kurz vor dem Start, dass es wieder losgeht, und jeder schließt für sich neu ab. Das kostet eine Mail und bringt ihr die, die wirklich wiederkommen wollen. Ob und wie du Ehemalige anschreiben darfst, klärst du mit deiner Interessenvertretung.

Was die Gäste im April lesen

Die Nachricht an die Stammgäste ist kurz: Die Saison geht von Mai bis September, der Beitrag gilt für diese fünf Monate, und wer vor dem Start zusagt, zahlt erst im Mai. Darunter steht, was im Abo enthalten ist, in Zahlen, etwa ein Tisch bis 18 Uhr frei oder ein Glas Wein beim ersten Besuch im Monat. Sie schreibt dazu, wie man wieder aussteigt, und schickt keine Erinnerung hinterher. Wer zusagt, hat es gewollt, und wer nicht antwortet, hat es sich überlegt.

Das Ende im Herbst, ordentlich gemacht

Auch ein Abo, das von selbst endet, braucht einen Abschied. Zwei bis drei Wochen vor Saisonende bekommen die Gäste eine kurze Nachricht: „Ab dem 1. Oktober ist Winterpause, dein Beitrag endet mit September, im Frühjahr melden wir uns.“ Das nimmt den Verdacht, die Betreiberin habe es vergessen. Karte oder Ausweis gelten nach der Saison nicht mehr, und das Personal weiß es.

Fragt im Februar jemand, ob er sein Abo „anhalten“ kann, weil er verreist, antwortet sie, dass die Saison ohnehin nicht läuft. Pausieren kann sie einzelne Gäste mitten in der Saison, wenn sie darum bitten, etwa bei einer längeren Reise. Die Entscheidung liegt bei ihr, und sie schreibt sie nicht in den Tarif, damit niemand einen Anspruch daraus ableitet.

So geht das mit Stammabo

Ein Onlineshop verkauft Flaschen: Warenkorb, Versand, Lagerstand. Stammabo verwaltet Mitgliedschaften: wer im Club ist, was er zahlt, wann eingezogen wird, wer welches Paket bekommt und wer zur Verkostung eingeladen ist. Dein Shop bleibt, und du zahlst hier keine Jahreslizenz, sondern nur einen Anteil an dem, was tatsächlich hereinkommt.

0 € Einrichtung, keine Grundgebühr. 5 % + 20 % USt auf Beiträge, Aufnahmegebühren, einmalige Posten und Guthabenkäufe, höchstens 249 € + 20 % USt im Monat.

Weinabo für Winzer: Weinclub statt BestelllisteSaison-Abo

Häufige Fragen

Wie lange vor Saisonstart sollte ich das Saison-Abo anbieten?

Biete es im Frühjahr an, sobald die Gäste an den Sommer denken, bei einer Saison ab Mai also im März oder April. Die Zahlung kann erst zum Saisonstart fällig werden, und du weißt früh, mit wie vielen Zusagen du für Einkauf und Personal rechnen kannst.

Wie rechne ich den Preis für die Saison?

Rechne vom Bedarf der Saison aus: Was brauchen die fünf Monate, in denen du Einnahmen hast, um das ganze Jahr zu tragen? Teile das durch die erwartete Zahl der Gäste. Das ist eine andere Rechnung als der Jahresbeitrag durch zwölf mal die Zahl der Saisonmonate.

Was sage ich Gästen, die im Winter nach ihrem Abo fragen?

Sag ihnen, dass der Beitrag mit dem letzten Saisonmonat endet und dass sie im Frühjahr von dir hören. Wer im Winter fragt, ob etwas abgebucht wird, soll auf einen Blick sehen, dass nichts mehr läuft, und das war der Zweck der Saison.

Soll ich ein Saison-Abo neben einem ganzjährigen anbieten?

Ein zweiter Tarif ist sinnvoll, wenn du im Winter etwas anderes bietest, zum Beispiel einen Punschstand statt des Gastgartens. Dann laufen zwei Tarife nebeneinander, jeder mit eigener Leistung und eigenem Zeitraum, und der Gast wählt, was zu seinem Jahr passt.

Die Saisonlängen in diesem Text sind Beispiele und keine Vorgaben. Der Text enthält keine Rechts- und keine Steuerauskunft. Regeln zu Laufzeit, Verlängerung und Kündigung klärst du mit deiner Interessenvertretung.

Schreib die Monate deiner Saison auf, mit dem ersten und dem letzten Tag, an dem du wirklich offen hast.

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Woher die Zahlen kommenBeispielbetrieb mit 77 Mitgliedern, dieselben Annahmen wie auf der Seite Weinabo für Winzer: Weinclub statt Bestellliste.

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